Netzlaufwerk auf Samba-Freigabe

ich habe lange gesucht um das zu finden was ich hier poste. Es ist mir mit der Ubuntu Version 10.10 das erste Mal gelungen ein Netzlaufwerk auf ein Samba-Laufwerk automatisch zu mounten und zusätzlich noch beim Start die NTFS-Partition meiner Windows-Installation zu mounten.
Ein Problem war die Anmeldung mit Benutzerdaten. Es ist unschön, wenn man bei jedem Start die Benutzerdaten eingeben muss – einfach nur nervig. Abhilfe schafft hier folgender Trick:
Es wird eine Datei angelegt, bei hat sie den Namen .credentials in dieser Datei stehen die Benutzerdaten. Damit die Sicherheit gewährt bleibt werden die Rechte noch verändert, sodass nur noch root auf diese Datei zugreifen kann.

Als erstes muss ein Programm installiert werden. Das geht ganz einfach über das Hauptmenü, dann auf Ubuntu Software-Center. Hier sucht man nach smbmount, man findet dann ein Programm mit dem Namen smbfs. Dieses installieren, damit unten beschriebene Anleitung funktioniert.

so muss die Datei .credentials aufgebaut sein:

username=NAME
password=PASSWORT

Die Datei habe ich in meinem Homeverzeichnis abgelegt (/home/lukas/.credentials). Jetzt müssen die Rechte der Datei noch geändert werden, damit die Sicherheit gewährleistet ist:

sudo chmod 600 .credentials

jetzt geht es an die fstab – Datei

//IP-ADRESSE/FREIGABE-ORDNER /MOUNTPATH cifs uid=BENUTZERNAME,credentials=PFAD-ZUR-CREDENTIALS-DATEI,dir_mode=0777,file_mode=0777 0 0

IP-ADRESSE: IP-Adresse des Servers oder Rechners mit der Freigabe
FREIGABE-ORDNER: Names des Freigegeben Ordners
MOUNTPATH: absoluter Pfad zum Einhängepunkt
BENUTZERNAME: Benutzer, mit dem Sie sich anmelden
PFAD-ZUR-CREDENTIALS-DATEI: hier den PFAD eintragen, ich habe sie in /home/BENUTZER/.credentials abgelegt.

Der Befehl dir_mode=0777 beschreibt die Rechte an dem gemouteten Ordner, hier ist lesen und schreiben erlaubt. Das Gleiche gilt auch für Dateien, hierfür ist der Befehl file_mode=0777.

NTFS-Partition mounten

zuerst muss herausgefunden werden welche Festplatte gewählt werden soll. Ich habe es über das Hauptmenü und dann unter System/Systemverwaltung/Laufwerksverwaltung herausgefunden.
Ich wollte die Windows-Partition in den Ordner /Windows einhänge, also muss erst einmal der Ordner angelegt werden, danach noch die Rechte angepasst werden:

sudo mkdir /Windows
sudo chmod 0775 /Windows

jetzt kann man in der fstab (/etc/fstab) folgendes eintragen:

/dev/sda2 /Windows ntfs-3g defaults 0 0

wie man sieht ist bei mir die Partition unter /dev/sda2 zu finden.

um das ganze jetzt ohne Neustart zu aktivieren muss noch die fstab-Datei neu geladen werden, das funktioniert so:

mount -a

Jetzt hab ich mir noch ein besonderes Schmankerl eingerichtet. Da ich ja auch Daten unter Windows habe, habe ich mir einen Ordner in Windows angelegt (C:/Daten).
Jetzt wollte ich aber nicht immer über /Windows/Daten darauf zugreifen, sondern direkt über /Daten. Die Lösung geht mithilfe eines Links:

ln -s /Windows/Daten /Daten

wenn man jetzt im Hauptmenü unter Orte geht findet man den Ordner Daten.

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2 comments on “Netzlaufwerk & NTFS Partition automatisch einbinden

  • Danke für die prima Anleitung.
    Es hat problemlos damit funktioniert.
    Die Infos zu diesem Thema sind ja leider sehr verstreut im Netz und es scheint jeder irgendwie anders zu machen. Einerseits schön, dass es bei Linux mehrere Wege gibt, andererseits sehr verwirrend. Womit ich beim Thema wäre. Sollte die Datei nun *.smbcredentials* oder *.credentials* heißen? Bei mir funktionierts mit .credentials, die andere Variante hab ich nicht probiert. Gruß, Brezel

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    • Vielen Dank! Ich weiß das leider auch nicht genau, aber ich denke, dass der Name frei wählbar ist, da du ja den Dateinamen und den Pfad in der fstab-Datei frei wählen kannst. Auf jeden Fall habe ich jetzt alles auf „.credentials“ geändert.
      Das wichtige an der Datei ist nur, dass die Berechtigungen stimmen und dass sie durch den vorangestellten Punkt „versteckt“ ist, sodass die darin gespeicherten Informationen geheim bleiben.

      Diese Anleitung ist durch Recherche im Internet entstanden, sowie fast alles andere was du hier findest auch. Ich habe dann den Lösungsweg hier aufgeschrieben, der bei mir funktioniert hat.

      Lg, Lukas

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